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Wasserdurchlässige Flächenbefestigung

Einsatzbereiche
Wasserdurchlässige Flächenbefestigungen sind überall möglich, wo bodenmechanische, hydrogeologische und sonstige Bedingungen erfüllt sind. Das Sickerwasser muss unbelastet sein, das heißt, es darf nicht zu einer Gefährdung von Boden, Vegetation und Grundwasser führen.
Folgende Flächen sind allgemein gering belastet und eignen sich für wasserdurchlässige Pflaster:
» alle privaten Haus- und Garagenzufahrten sowie Stellplätze für Fahrzeuge
» Land- und Forstwirtschaftswege, Hofflächen in Wohngebieten,
» verkehrsberuhigte Zonen (Anliegerstraßen).

Betonpflaster mit Sickerfugen (Dränfugen)
Diese bestehen aus gefügedichten Betonpflastersteinen (DIN 18501) mit angeformten Abstandshaltern oder separaten Montageabstandshaltern mit breiter Fugenausbildung (abweichend von DIN 18318). Die Versickerung des gesamten Regenwassers erfolgt hierbei ausschließlich über die bis zu 35mm breiten Fugen. Damit diese Systeme der jeweiligen Belastung standhalten und sich nicht verschieben, müssen die breiten Fugen eine ausreichend stabile Füllung mit wasserdurchlässigem Material (Splitt) erhalten.

Betonpflaster aus haufwerksporigen Steinen (Dränsteinen)
Haufwerksporige Pflastersteine sind luft- und wasserdurchlässige Sondersteine. Durch das spezielle Betongefüge versickert das Regenwasser direkt durch den Stein. Die Wasserdurchlässigkeit dieses Systems ist stark abhängig von der Porosität und der Druckfestigkeit der Pflastersteine. Die Wasserdurchlässigkeit erhöht sich mit zunehmender Porosität bei gleichzeitig abnehmender Druckfestigkeit. Aufgrund dieser Materialeigenschaften ist der Einsatzbereich für haufwerksporiges Pflaster eingeschränkt. Es ist zudem vergleichsweise pflegebedürftig.



Abb. 1: Niederschlagswasser versickert über Fugen: Betonpflaster mit Sickerfugen (Dränfugen)
Abb. 2: Niederschlagswasser versickert durch Plasterstein: Betonpflaster mit haufwerksporingen Steinen (Dränsteinen)

Wartung und Unterhaltung
Wasserdurchlässige Flächenbefestigungen verändern selbstverständlich im Laufe der Jahre ihr Versickerungsverhalten; sie benötigen Wartung und Unterhaltung. Eine realistische Beurteilung der Dränkapazität ist durch Infiltrationsmessungen vor Ort mit einem mobilen Messgerät möglich. Durch Langzeitversuche kann so die Abnahme der Sickerfähigkeit der verschiedenen Befestigungsarten festgestellt werden. Bei Systemen mit Sickeröffnung bzw. breiter Sickerfuge kann die Funktionsfähigkeit relativ leicht wieder hergestellt werden.

Problematischer sind Pflasterbeläge mit haufwerksporigen Steinen. Hier kann die Wasserdurchlässigkeit auch nach mehrmaliger Reinigung abnehmen.
Die Hersteller von Betonpflastersteinen bieten eine Vielfalt von Produkten für eine umweltgerechte Bauweise.

Aus ökologischer Sicht sind insbesondere Systeme mit durchlässigem Oberboden und Begrünung in den Fugen die richtige Lösung, um Regenwasser nicht der Kanalisation, sondern der Natur wieder zuzuführen.

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